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Interviews der Medien mit der Höchsten Meisterin Ching Hai (Veganerin), Teil 7 von 12

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Im zweiten Interview dieser Reihe präsentieren wir ein Telefongespräch, das die Höchste Meisterin Ching Hai am 19. November 1993 mit den Moderatoren Bonnie Coleen und Jared Wilkensen in der beliebten US-Radiosendung „Seeing Beyond“, die in San Francisco, Kalifornien, USA, ausgestrahlt wurde, führte. Die Meisterin wendet sich direkt an ein westliches Mainstream- Publikum, entmystifiziert die Rolle eines spirituellen Lehrers, definiert Meditation neu als eine freudvolle alltägliche Realität und erklärt, wie wahres inneres Erwachen den menschlichen Geist augenblicklich zu seinem höchsten göttlichen Potenzial erheben kann.

Wir laden Sie nun ein zu „Interviews der Medien mit der Höchsten Meisterin Ching Hai (Veganerin), Teil 7 von 12“, in dem die Meisterin mit einem morgendlichen Segen für die Zuhörer beginnt, erklärt, was es bedeutet, eine Meisterin zu sein, und ausführlich darlegt, wie das Leid in dieser Welt sie dazu bewegte, spirituelle Führung zu suchen.

Sophie: Ich muss Dir ein paar Dinge erklären. Es gibt zwei Personen, die Dich intervieven wollen. (OK.) Bonnie Coleen ist die Erste, Du hast schon letztes Mal mit ihr gesprochen. Bonnie Coleen. (Oh, ja.) OK. Nenne sie einfach Bonnie. (OK. OK.) Da ist noch ein Mann. Er heißt Jared. (Jared. Bonnie, Jared und ...?) Beide werden also das Interview führen und Dir Fragen stellen. (OK.) Das wollte ich Dir nur kurz mitteilen. (In Ordnung.) Bonnie möchte kurz mit Dir sprechen, nur um sicherzugehen, dass sie Dich gut hören kann. (OK). OK.

Bonnie: Hallo, Meisterin. (Hallo, Bonnie.) Sie klingen sehr gut. (Könnten Sie bitte noch ein paar Worte sagen?)

Master: Oh, hi. Wie geht es euch dort drüben?

Bonnie: Uns geht es großartig. Sie klingen gut. Wir haben uns überlegt, dass Jared und ich Ihnen noch ein oder zwei Fragen stellen wollen. Ein paar einfache Fragen. (Ja, ja.) Und dann werden wir Sie bitten, Meisterin, uns und unsere Zuhörer mit einer etwa fünfminütigen Segensmeditation zu ehren, um den Tag sozusagen in Gang zu bringen. (Oh, ich verstehe.) Klingt das gut für Sie? (Ja, klingt gut.) Das war Jareds Idee. Wir bitten Sie darum, bitte direkt in das Mikrofon des Telefons zu sprechen. (Ja.) Und wir möchten, dass Ihre Energie nicht nur durch das Telefon, sondern auch über die Funkwellen zu uns gelangt. (Ja.) Okay. Ich muss jetzt auflegen. Wir müssen jetzt warten, wenn wir das nächste Mal mit Ihnen sprechen, sind wir auf Sendung. Okay? (In Ordnung, Schatz.) In Ordnung. (Danke, Bonnie.)

Bonnie: Hallo. Wir sind da. Hier ist „Seeing Beyond“. Wir hatten ein paar technische Probleme, aber ich wünsche Ihnen einen schönen Freitag und allen einen guten Morgen. Wir haben heute einen ganz besonderen Gast, nicht wahr, Jared?

Jared: Auf jeden Fall. Ich freue mich schon sehr darauf. Wir werden ein Telefongespräch mit der Höchsten Meisterin Ching Hai führen Und ich weiß, dass dies heute ein ganz besonderes Interview werden wird.

Bonnie: Ja, ich möchte erwähnen, dass die Höchste Meisterin Ching Hai, die heute Morgen aus dem Großraum Los Angeles anruft, neulich mit der International Peace Commendation ausgezeichnet wurde, und das ist ein Weltfriedenpreis. Darüber werden wir sicherlich mit der Meisterin sprechen. Wir möchten Sie herzlich willkommen heißen.

Guten Morgen, Meisterin. (Guten Morgen, Bonnie.) Wir freuen uns sehr, Sie heute hier bei uns zu haben. Höchste Meisterin Ching Hai, eine der ersten Fragen, die ich Ihnen stellen möchte, betrifft Ihren Titel „Meisterin“ – was bedeutet das? Ich meine, worin besteht vielleicht der Unterschied zwischen der Bezeichnung „Meisterin“ und „spirituelle Lehrerin“?

Master: Oh, es gibt eigentlich keinen offiziellen Unterschied. Es ist nur so, dass manche mich gerne als Meisterin bezeichnen, und andere mich Lehrerin nennen. Man kann mich auch Schwester nennen.

Bonnie: Oh, prima, das klingt sehr angenehm. Danke. (Ja.) Ja. (Denn eigentlich sind wir ja einfach nur Schwestern.) Ja. Ja, danke. (Gern geschehen.)

Jared: Liebe Meisterin Ching Hai, hier ist Jared, und ich freue mich, Sie heute Morgen interviewen zu dürfen. Vielleicht könnten wir darüber sprechen, welche Rolle ein Meister im Leben eines Suchenden spielt. Ich weiß, dass dies in Bezug auf Gurus, Lehrer und Meister weltweit sowohl verstanden als auch wahrscheinlich weitgehend missverstanden wurde, insbesondere hier bei uns im Westen. (Richtig.) Sagen Sie uns bitte etwas darüber, wie das alles funktioniert. (Meinen Sie im Alltag?) Welche Rolle spielt ein Meister, ein Guru oder ein Lehrer im Leben eines Schülers oder eines Suchenden?

Master: OK. Nun, ein Meister soll derjenige sein, der sich selbst bereits verwirklicht hat und der weiß, was sein oder ihr Wahres Selbst ist. Daher ist er in der Lage, gewissermaßen mit GOTT, der höchsten Intelligenz, dem Geist, zu kommunizieren, und das befindet sich in uns selbst, und deshalb kann er oder sie dieses Wissen, diese Kraft des Erwachens, an jeden weitergeben, der die Freude daran teilen möchte.

Jared: Mir ist bewusst, dass viele Menschen, zumindest im Westen, oft annehemen, dass es eine Gefahr birgt, wenn ein Schüler oder Suchender damit anfängt, sich vor dem Meister oder Lehrer zu verneigen und ihn zu verehren. (Richtig.) Glauben Sie, dass das ein Problem ist?

Master: Nicht, wenn der Lehrer authentisch ist, denn dann verehrt man nur sich selbst, verehrt den Größten Geist, der bereits eins mit dem Meister ist. (Sie meinen also, – wenn der Meister wirklich ein authentischer Meister ist – dass dieser Meister, er oder sie, der Person einen Spiegel vorhält, um ihr zu helfen, sich selbst tief zu erkennen?) Richtig, richtig, richtig. Richtig, genau so ist es.

(Höchste Meisterin Ching Hai, wir bitten Sie, Jared und mich zu segnen und ich möchte, Ihnen sagen, dass wir hier, – wie Sie wohl bereits wissen – bei uns im Studio Sophie, eine Ihrer Schülerinnen haben, die uns heute Morgen dabei geholfen hat, Sie über die Telefonleitungen und das Radio zu unseren Zuhörern zu bringen; sie ist also hier bei uns im Studio. Ja, wir bitten Sie, uns und unsere Zuhörer mit einem morgendlichen Segen zu ehren. Vielleicht möchten Sie es einen Segen nennen, oder vielleicht eine Meditation aber ich denke, es wäre eine wunderbare Art, diesen Freitag heute, den 19. November, zu beginnen.) Ja. Meinen Sie eine Meditation? (Ja. Denn wir haben noch etwa vier Minuten Zeit.) Ja, in Ordnung.

Also, was soll ich tun – sprechen oder einfach still sein? (Ich möchte, dass Sie in dieser Meditation sprechen und vielleicht auf den Tag eingehen. So können wir diesen Freitag auf friedliche Weise beginnen.)

Ja. Wissen Sie, der Frieden war schon immer in uns. Es ist nur so, dass wir, wenn wir zu sehr damit beschäftigt sind, ihn im Außen zu suchen und diesen wahren Frieden in uns vergessen, auf Unruhe und Schwierigkeiten im Leben stoßen. Aber wenn wir täglich die Zeit oder die Aufrichtigkeit finden, uns hinzusetzen oder einfach zur Ruhe zu kommen, und in uns selbst suchen, dann werden wir diesen Frieden und dieses Glück wiederfinden. Das ist die wahre Bedeutung der Meditation. Wir müssen nicht unbedingt zuhause in einer ruhigen Ecke sitzen, wir können uns überall hinsetzen – oder sogar an der Bushaltestelle stehen, im Bus sitzen, auf dem Weg zur Arbeit sein oder am Arbeitsplatz sitzen – und einfach still tief in uns selbst suchen, nach innen gehen.

Der Wahre Geist existiert immer, denn wir sind weder der Körper noch der Verstand. Wir sind nicht das, was wir tun, und wir sind nicht das, was wir lernen. Wir sind nicht das, wozu man uns durch Gehirnwäsche glauben gemacht hat, was wir sind. Das ist schwer zu erklären, aber ich verstehe es ganz genau und ganz klar, und viele unserer Mitpraktizierenden verstehen es ebenfalls. Wenn wir wirklich, wenn auch nur intellektuell, das erkennen oder analysieren, was wir „Ich bin“ nennen, oder Frau Smith, oder Dr. George, oder wie auch immer wir uns nennen mögen, dann werden wir wirklich und ganz klar wissen, dass wir das nicht sind. Wir haben keine Existenz, wenn wir uns auf diese Weise als das verstehen. Wenn wir uns als denjenigen verstehen, der vielleicht viel Schulwissen besitzt, der wütend ist, wenn er mit Frustrationen oder Problemen im Leben konfrontiert wird, und der liebevoll ist, wenn er mit vielen Erfolgen im Leben zufrieden ist usw. usw. – das ist nicht das wahre „Wir“. Denn bevor wir geboren wurden, verfügten wir beispielsweise noch nicht über dieses Wissen in Form eines Schulabschlusses oder von aus Büchern erworbenem Wissen. Wir hatten keinen Zorn und wir hatten auch diese und jene liebevolle Haltung nicht, oder die Art, wie wir angenehme Dinge empfinden, oder die Art, wie wir unangenehme Ereignisse ablehnen usw. Das sind alles nur die Gewohnheiten oder das Wissen, das wir im Laufe unseres Heranwachsens ansammeln.

Höchste Meisterin Ching Hai, vielen Dank für diesen Segen. Wir machen nun eine kurze Pause. Und dann werden unsere Zuhörer in den Regionen San Francisco und San Jose dazukommen. Meisterin, wir freuen uns sehr, Sie heute hier bei uns zu haben. Wenn Sie vielleicht einen Freund irgendwo da draußen haben, der oder die davon profitieren würde, der Höchsten Meisterin Ching Hai zuzuhören, rufen Sie ihn oder sie an. Und wir sind in einigen Minuten wieder da.) Danke.

Jared: Die Höchste Meisterin Ching Hai – heute Morgen sprechen wir mit ihr über ihr Leben und darüber, was sie auf diesem Planeten getan hat, zumindest in diesem Leben. Wenn sie möchten, können Sie jetzt einen Freund anzurufen, der daran interessiert wäre zu hören, was diese erstaunliche Frau überall auf der ganzen Erde getan hat, was unsere Heilung und die Heilung des Planeten betrifft. Also herzlich willkommen zurück, Höchste Meisterin Ching Hai. (Danke.) Wir freuen uns, Sie heute Morgen bei uns zu haben. (Danke, danke.)

Vielleicht könnten Sie ein wenig über Ihren Hintergrund erzählen. Mir ist klar, dass dies fast im Widerspruch zu dem steht, was Sie gerade gesagt haben, als Sie über die Illusion unseres Egos und des „Ich-Seins“ gesprochen haben. Aber die Leute sind immer daran interessiert zu erfahren, woher jemand kommt und wie sein Leben bisher verlaufen ist. Sie wurden in Vietnam geboren. Können Sie ein wenig darüber erzählen, wie Sie zu dem gekommen sind, was Sie gerade tun?

Master: Nun, ich denke, es gibt keine Zufälle, und vielleicht sind wir alle von der Vorsehung dazu bestimmt, das eine oder andere zu tun. (Das glaube ich auch.) Ja. Ich kann Ihnen also nicht wirklich sagen, was mich dazu bewogen hat. Aber war wohl einfach die leidvolle Situation in unserer Welt. Das ist der naheliegendste Grund, der mir einfällt, und ich spürte es in dem Moment, dass ich wissen wollte, wie ich helfen kann. Da begann ich, nach spiritueller Führung zu suchen.

Bonnie: Meisterin, ich erinnere mich, dass Sie, als Sie das letzte Mal in dieser Sendung „Seeing Beyond“ zu Gast waren, eine sehr rührende Geschichte erzählt haben, nämlich wie Sie in einer Ehe lebten und plötzlich – nun, vielleicht war es nicht ganz so plötzlich – aber Ihr Leben begann sich zu verändern, als Sie sich immer mehr auf Ihren spirituellen Weg begaben. Ich weiß, dass viele unserer Zuhörer ein Leben führen, das sich vielleicht auch so anfühlt. Würden Sie noch einmal über diese Zeit in Ihrem Leben erzählen?

Master: Ja. Aber ich würde das allerdings nicht jedem empfehlen, (Richtig.) denn das Eheleben ist ein geheiligtes Leben. Das sollte an erster Stelle stehen. Ich war damals noch nicht erleuchtet, also bitte verzeiht mir. Und vielleicht musste mein Leben eben so sein, aber das gilt nicht für jeden von uns.

Photo Caption: „Das wahre Leben verbirgt sich im vergänglichen Leben“

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